Geschichte

Eine Initiativgruppe, bestehend aus einer Schulischen Heilpädagogin, einer Sozialpädagogin und einem im heilpädagogischen Fachbereich tätigen Kaufmann stand 1992 vor der Frage, wie die bestehenden Aktivitäten organisiert und weitergeführt werden sollten. Man arbeitete damals in Bubikon ZH seit zwei Jahren unter dem Namen „Kinderhaus und Schule momo“ mit 3-5 Kindern im Primarschulalter, die in der Regelschule (meist Kleinklassen) nicht tragbar waren. Gleichzeitig wurden einzelne Kinder im Vorschulalter stunden- oder halbtageweise betreut.

Die Arbeit der Initiativgruppe führte am 25. März 1993 zur Gründung eines gemeinnützigen, politisch und konfessionell neutralen juristischen Trägers mit dem Namen „Verein Kinderhaus und Schule momo“. Nach dem Umzug 1995 an die Tulpenstrasse in Uster konzentrierten sich die Kräfte ganz auf den Sonderschulbereich und die Trägerschaftsbezeichnung wurde in „Verein Schule momo“ geändert.

In Uster stieg die Schülerzahl in den Jahren 1995 bis 2005 auf 18. Der Verein beschäftigte damals sieben Mitarbeitende (490 Stellenprozente), und er wurde über die Jahre Mieter von 5 der 6 Wohnungen im Mehrfamilienhaus an der Tulpenstrasse in Uster.

Ein Meilenstein der Entwicklung war 2003 die (vorerst auf 4 Jahre begrenzte provisorische) Anerkennung als Tagessonderschule durch die Bildungsdirektion (BiD) des Kantons Zürich sowie die entsprechende Zulassung durch das Bundesamt für Sozialversicherung (BSV) und die Anerkennung der Betriebsbeitragsberechtigung. Dieser Schritt war in Bezug auf die qualitative und wirtschaftliche Sicherung von entscheidender Bedeutung. Gleichzeitig wurde der Forderung des BSV nach klarer „Gewaltentrennung“ durch den Rücktritt der Gründerpersönlichkeiten (Schulleiterin und Geschäftsführer) aus ihren Vorstandsfunktionen Nachachtung verschafft.

Weitere Meilensteine wurden im Frühjahr 2006 mit dem Umzug ins Gewerbeareal „Turicum“ an die Seestrasse 110 in Niederuster und die bauliche Zusammenlegung der Schulräumlichkeiten unter ein Dach im Sommer 2009 gesetzt. Heute verfügt die Schule im Rahmen langjähriger Mietverträge über funktionelle und freundliche Räumlichkeiten, deren Volumen und Standard auf die Bedürfnisse der maximal 24 Kinder ausgerichtet ist.

Die provisorische Anerkennung der BiD ZH wurde ab Beginn des Schuljahres 2007/2008 „auf Grund der positiven Beurteilung der Entwicklung der Einrichtung durch die zuständigen Aufsichtsorgane und durch das Volksschulamt“ durch eine definitive, zeitlich nicht begrenzte Bewilligung abgelöst.

Mit dem Wachsen der Schule (durchschnittlich 22 Kinder im Schuljahr 2008/2009) zeigte sich auch die Notwendigkeit einer zeitgemässen Organisationsentwicklung immer deutlicher. Seit Frühjahr 2006 arbeitet der Vereinsvorstand zusammen mit der Schulleitung intensiv daran.

Im Rahmen der Umsetzung des neuen Volksschulgesetzes (VSG) und als Folge der NFA (Rückzug der IV aus der Finanzierung der Sonderschulen ab Januar 2008) intensiviert sich die Zusammenarbeit mit dem Volksschulamt, welches die Zusammenarbeit mit den Sonderschulen im Sommer 2006 der neu geschaffenen „Abteilung Sonderpädagogisches“ übertragen hat. Mit ihr zusammen werden seither für alle sonderpädagogischen Einrichtungen sogenannte Institutionskonzepte (Rahmen- und Feinkonzepte) erarbeitet.

Im Jahr 2011 fand ein Führungswechsel und damit eingehend auch ein Richtungswechsel statt.

Die Schule momo wuchs seither stetig. Per August 2013 wurde die Privatschulabteilung momo plus mit vorerst einer Klasse auf der Sekundarstufe eröffnet. Im August 2014 folgte die Erweiterung um eine Unterstufen- und eine Sekundarstufenklasse auf der Sonderschule und per August 2015 wurde nochmals eine Sekundarschulklasse auf der Sonderschule eröffnet.

Per Januar 2014 änderte sich zudem die Struktur der Trägerschaft: Aus einem Verein wurde eine Stiftung.

Heute sind über 40 MitarbeiterInnen für die zielführende Förderung und Forderung von knapp 80 SchülerInnen, aufgeteilt auf einen Kindergarten, fünf Primarschulklassen und zwei Sekundarschulklassen in der Sonderschule sowie zwei Sekundarschulklassen in der Privatschulabteilung, beschäftigt.